Projekt Indien

"Indien ist nichts für schwache Nerven." ein wahrer Ausspruch des Schriftstellers Dennis Freischlad, den auch Renate Menneke aus tiefstem Herzen bestätigen kann. Und trotzdem übte dieses Land aus Armut und Anmut einen Reiz aus, dem sie in ihrer Jugendzeit nicht widerstehen konnte.

"Indien, das ist eine Mixtur aus Schönheit, Farbenpracht, purer Lebensfreude, Bollywood, moderner High-Tech-Welt und Reichtum, Slums, Gestank, Elend, intensivsten Gerüchen, Fremdheit, Mystik und unsagbarem Elend." Dies alles hat Renate Menneke während ihrer Zeit in Indien hautnah erlebt und es hat sie bis heute tief geprägt. In ihren Bildern spiegeln sich die kräftigen klaren Farben und die Vielschichtigkeit des Landes und des Lebens wieder. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, am Rande der Gesellschaft stehenden Kindern zu helfen, die ihr Dasein in den Slums fristen oder zur Prostitution gezwungen werden und ohne fremde Unterstützung ihrem Schicksal ausgeliefert sind.

Viele Jahre in Vergessenheit geraten erinnerte sich Renate Menneke später in einer stillen Stunde an ein Versprechen, das sie einst gegeben hat, und von da an war der Entschluss gefasst, es endlich in die Tat umzusetzen. Sie suchte nach einer Möglichkeit, diesen Kindern zu helfen und sie aus den Fesseln ihrer Zuhälter zu befreien, um ihnen ein menschenwürdiges Dasein mit Kleidung, Nahrung, Schulbildung und einer neuen Perspektive zu ermöglichen.

Die finanziellen Mittel hierfür schöpft sie heute aus Verkäufen ihrer Malerei. Den Erlös schickt sie an eine christliche Organisation in Indien, die für solche Kinder sorgt, die dem Zuhältermilieu entrissen wurden und sie in einem Kinderhaus unterbringt. Durch die materielle und emotionale Zuwendung, die sie dort erfahren, wird versucht, die Menschenwürde dieser Kinder wiederherzustellen.